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Aktuelles

Unsere Öffnungszeiten nach den Feiertagen

Liebe Weinfreunde!

Zwischen Weihnachten und Drei Könige sind wir wie folgt für Sie da.


Am 27.12. + 28.12.2021 haben wir geschlossen.

Am 29.12. + 30.12.2021 haben wir regulär von 09.00 - 12.00 Uhr und 15.00 -  18.00 Uhr für Sie geöffnet.

An Silvester, 31.12.2021 sind wir von 09.00 - 12.00 Uhr für Sie da. 

Vom 03. - 08. Januar 2022 gönnen wir uns und unserem Team eine Auszeit. 
 

Ihnen uns Ihren Familien wünschen wir eine schöne Adventszeit! 

 

 

 

Das Weinjahr 2021


Spätfrost im Frühjahr, hoher Perenospora- und Oidiumdruck

Rückblick auf ein Winzerjahr von Arndt Köbelin


Eines gleich vorweg: das Weinjahr 2021 wird als eines der Schwierigsten der letzten Jahrzehnte in die Geschichte eingehen.
Spätfrost im Frühjahr, ständige Blattnässe in der Wachstumsphase, hoher Peronospora- und Oidiumdruck.
Die Erntemengen von Totalausfall bis zufriedenstellend.

Doch nun von Vorne:

Die letzten Wochen im Jahr 2020 endeten mit milden Temperaturen.  
Das Rebholz war bestens ausgereift und somit konnte mit dem Rebschnitt im Dezember begonnen werden.
So viel Schnee wie im Januar 2021, fiel die letzten 20 Jahre nicht mehr. Steile Abfahrten der Rebhänge wurden kurzerhand zur Schlittenbahn umfunktioniert.
Im Februar und anfangs März wurden die Rebruten für das neue Weinjahr gebogen.
Ende des Monats, am 27. März 2021, wurden erneut unter Coronabedingungen auf der kompletten Eichstetter Rebgemarkung Pheromondispenser aufgehängt. Das anschließend gemütliche Zusammensein auf der Waldhütte fiel erneut aus.
Pünktlich zum Beginn der Sommerzeit am 28. März 2021 erwärmten sich die Temperaturen am Kaiserstuhl auf über 25 C°, die Rebstöcke erwachten aus der Winterruhe.
Anfangs April, um die Osterfeiertage, waren ein Großteil der Eichstetter Rebanlagen im Entwicklungsstadium 05/07 Wollstadium/Beginn des Knospenaufbruchs angelangt. Und dann kam was nicht kommen sollte!
In der folgenden Woche wurde unsere Region von eisigen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt heimgesucht!
Der April 2021 war einer der kältesten seit Wetteraufzeichnung, nicht nur in Eichstetten, sondern Europaweit.
Bedingt durch parallel ständige Niederschläge passierte, was nicht einmal die ältesten Winzer in der Vergangenheit erlebten und für möglich hielten!
Im Wollstadium wurden hauptsächlich in frühen Toplagen und Sorten bis zu 50 % der jungen Knospen dauerhaft geschädigt. Auch fruchtbare Neben- und Beiaugen kamen nicht mehr zum Austrieb.
Durch nasskaltes Wetter war Ende April/Anfang Mai eine sehr unterschiedliche Entwicklung von Knospenaufbruch bis Dreiblattstadium festzustellen. Die Frostschäden waren jetzt deutlich sichtbar!
Nach Christi Himmelfahrt vor Pfingsten startete die erste Primärinfektion bei regnerischem kalten Wetter mit insgesamt 100 ltr./m² Niederschlag im Mai.
Jetzt hieß es noch mit geringem Mittelaufwand das junge Blattgrün zu schützen!
Ein zu später Einstieg in den Pflanzenschutz hatte extreme Folgen!
Mitte Juni, bei tropischer nass-warmer Witterung, explodierte das zuvor sehr stockende Rebwachstum.
Nun war Höchstleistung beim Heften angesagt.
In der 24. Kalenderwoche begannen die Rebbestände zu blühen. Bei heißen Temperaturen war die Blüte sehr schnell und pünktlich zum Sommeranfang, 21. Juni 2021 abgeschlossen.
Direkt darauf regnete es 30 ltr./m².
Der Zeitraum, für eine der wichtigsten Pflanzenschutztermine „abgehende Blüte“, war sehr klein.
Es regnete ständig, die Böden waren schlecht befahrbar. Jetzt lagen die Nerven in der Winzerschaft blank.
Im Juli herrschte absolute Arbeitsspitze: Heften, Traubenzone entblättern, Laubschnitt, permanente enge Pflanzenschutzmaßnahmen.
Letztere waren durch ständigen Niederschlag kaum durchführbar. Der Perenospora druck war enorm hoch! Ölflecken waren sichtbar. Oidium war in Lauerstellung.

Am 16./17. Juli 2021 war die erste Eichstetter WeinNacht pandemiebedingt als „To Go Veranstaltung“ bei bester Witterung ein voller Erfolg. Kunden und Weinfreunde waren in Feierlaune.

Weniger erfreulich war zu diesem Zeitpunkt das Bild in mancher Rebparzelle. Massive Schädigung durch Rebperenospora (falscher Mehltau, Blattfallkrankheit) waren nicht nur an Blättern, sondern auch an den erbsengroßen Beeren und am Stielgerüst zu sehen.
Selbst pilzresistente Sorten (Piwis) waren betroffen.
Bei verspätetem Pflanzenschutz bzw. bei Auswahl wirkungsschwacher Mittel war im Nachhinein nichts mehr zu retten.
Von „alles im Griff“ bis Totalausfall war auf der Eichstetter Gemarkung alles zu finden.

Ende August/Anfang September war Wetterbesserung angesagt. Tagsüber warm und niederschlagsfrei, nachts kalt...die Trauben begannen bei gutem Spätsommerwetter langsam zu reifen.
Um den 13. September 2021 wurde mit der Lese für „Neuen Süßen“, frühreifen Sorten und Sektgrundwein begonnen. Bis Ende des Monats September waren die Säurewerte sehr hoch, die Mostgewichte im Vergleich zu den Vorjahren sehr tief.
Das gute Herbstwetter ließ die Zuckerwerte steigen und so konnten Ende September/Anfang Oktober je nach Lage, gewünschter Weinstilistik und Sorte die Trauben zügig gelesen werden.

Jetzt bestimmte bei zufriedenstellender Reife nicht das Mostgewicht, sondern Botrytis und Essigfäule, die in Lauerstellung waren, den Lesezeitpunkt und die Leseart.
Mitte Oktober war der Eichstetter Rebberg zum größten Teil abgeerntet.
Die Mostgewichte lagen zufriedenstellend nicht zu hoch aber klar im oberen zweistelligen Bereich.
Das Weinsäure-Äpfelsäure-Verhältnis war jetzt im Idealbereich angelangt.
Rückblickend war die Ernte in Eichstetten und über die Grenzen hinaus im Durchschnitt, geringer als die Jahre zuvor.
Die 2021er Jungweine zeigen sich mit klarer Struktur und nach problemloser Gärung mit allem, was ein frischer, fruchtiger und saftiger Jahrgang braucht.
Unsere Kunden dürfen sich auf ein 2021er Wein freuen, der ausdrucksstark, aber etwas leichter als die Jahre zuvor, in Erscheinung treten wird.

Bei knappen Weinbeständen und stetig steigender Kosten vom Rebberg bis zum Weinversand wird im nächsten Zeitraum zwangsläufig der Preis für Wein neu kalkuliert werden müssen!

Somit endet der Rückblick auf ein nicht einfaches Winzerjahr mit dem Blick nach vorne.

 

Vielen Dank für diese tolle Auszeichnung!

1. Platz beim SWR-MARKTCHECK !!

mit unserem Grauen Burgunder LÖSSWAND
Drei-Sterne-Selektion   - im Holzfass ausgebaut - 

Vielen Dank an die Jury!!
Wir freuen uns riesig!

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